Auf Entdeckungstour im Freiburger Münster
An einem außergewöhnlich freundlichen Mittwoch im Dezember machte sich der Katholische Religionskurs der J2b auf den Weg nach Freiburg, um das Münster in seiner ganzen Pracht hautnah erleben zu können. Die Hinfahrt verlief staufrei und anlässlich eines Geburtstages sangen die Schüler bereits im Bus kräftig und freuten sich auf den bevorstehenden Tag.
Nach der Ankunft spazierten wir zunächst über den Markt rund ums Münster. Am vereinbarten Treffpunkt angelangt empfingen uns dann bereits eine Dame und ein Herr, um gemeinsam mit uns das Wahrzeichen der Stadt zu erkunden; das Münster „Unserer lieben Frau“, zugleich Pfarrkirche der Dompfarrei und Kathedrale der Erzdiözese Freiburg.
Als Erstes wurde mit einem Blick aus der Ferne auf das Münster – dem „Herz der Stadt“ – begonnen. Unverkennbar für das Stadtbild Freiburgs ist der 116 Meter hohe Turm, der lange Zeit der höchste Kirchenturm Europas war. Im Dialog erarbeiteten Schüler gemeinsam mit den Führern die zahlreichen Besonderheiten des Münsters. Reichhaltiger Figurenschmuck ziert das Äußere und vor allem die Vielfalt der Dekorationen aus rotem Sandstein versetzen den Betrachter ins Staunen.
Aber auch im Inneren wartet der gotische Prachtbau mit zahlreichen bunten Fenstern, Altären und Skulpturen der Apostel auf. Einen besonderen Eindruck hinterließen die bunten Fenster, die von Innungen finanziert wurden, beispielsweise eine Brezel und eine Schere, die für Bäckereien und Schneidereien stand.
Verblüfft durften wir auch erfahren, dass die Messe im Münster sich früher in der Regel über mehrere Stunden erstreckte. Bürger brachten hierzu ihre Tiere mit, da es noch keine Sitzbänke gab machte man es sich mit Kissen und Decken bequem, und ließ sich während des Gottesdienstes von den Schneidern aus neuen Stoffen Kleider anfertigen. Das Münster war also nicht nur Zentrum der Geistlichkeit, sondern auch des Handels.
Nach dieser ausgiebigen und informativen Führung war es Zeit den ersten Hunger zu stillen. An der Nordseite des Münsters wurden die verschiedenen Wurststände unsicher gemacht und zahlreiche Rote Münsterwürste und Merguez „mit oder ohne“ verspeist. „Mit oder ohne“ bezieht sich hier aber nicht auf Senf oder Ketchup, sondern auf die Beigabe angebratener Zwiebeln.
Nachdem alle wieder bei Kräften waren hieß es bei herrlichem Sonnenschein und lauen 12 Grad die Freiburger Innenstadt entlang der „Bächle“ zu erkunden. Trotz frühlingshaftem Wetter war dann aber doch noch ein Abstecher auf den gemütlichen Weihnachtsmarkt krönender Abschluss unserer Exkursion und willkommene Gelegenheit uns für die Rückreise mit Crêpes, Flammkuchen, Schokofrüchten und Plätzchen zu stärken.
Text und Bilder: Tanja Günter





