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Leise rieselt der Schnee? Leider noch nicht richtig. Daher bedurfte es dringend eines Alternativprogramms! „Swinging Christmas“ setzte den sonst üblichen Weihnachtsliedern guten Jazz entgegen und sprengte auch sonst alle Dimensionen. Über 300 Musiker traten auf – genauer: ein Gospelchor, ein Konzertchor, ein Kinderchor, eine Big Band, ein Sinfonieorchester – und gekrönt wurd das Ganze durch die begnadete Jazz-Sängerin Dee Daniels. Süßer die Glocken nie klingen? In Baden-Baden swingten sie dazu noch ausgesprochen rhythmisch! Die Songs von Bernstein, Ellington und Co. sind selbst längst Weihnachtsklassiker. Wir hörten Lieder wie: Joy To The World, Somewhere In My Memory, A Little Lovin, Hit the Road Jack, Georgia, Bilder einer Ausstellung, Hallelujah, Adagio, I´ve Got My Love To Keep Me Warm, I´ll Be Home For Christmas und nach der Pause Adeste Fideles, Christmas Song, Santa Claus Is Coming To Town, Metropercossa, O Holy Night, Dry Your Tears Africa, White Christmas und zum krönenden Abschluss - Love Is All You Need. Schade dass Sie nicht dabei waren. Uns hat es ausserordentlich gut gefallen. Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr im Festspielhaus. Wir danken den Sponsoren des Kolumbus-Projekts, dass wir an dieser tollen Veranstaltung teilnehmen durften.
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Heute gehen wir, Julia, Katja, Nadine, Helena und ich, dank des Organisationstalents eines unserer Lehrer in das Christmas Swing Konzert nach Baden-Baden. Wir freuen uns alle wie verrückt auf diesen Abend und haben es uns nach dieser anstrengenden Woche mehr als verdient! Wir Fünf hatten ausgemacht, dass wir uns um halb sechs vor dem Bahnhof treffen, um von dort nach Baden-Baden zu fahren. Von vorneherein hat uns Herr Ochlich, der Initiator dieses Konzertbesuches, erklärt, dass Abendgarderobe erwartet wird. Die Sache wurde für uns Mädels immer besser: Ein tolles Konzert und dann auch noch schön aufbrezeln!
Zehn Minuten vor halb sechs fällt mir auf, dass ich endlich los muss. Das Resultat: Zwei Minuten zu spät zum Treffpunkt. Von Helena werde ich mit einem: „Ich hab´ halb sechs gesagt!“ begrüßt. Ich finde es auch schön dich zu sehen! Moment mal! Nach einem kurzen Blick ins Auto, in dem sich die Mädchen vor der Kälte verschanzt hatten, entdecke ich, dass ich gar nicht die letzte bin. Nadine fehlt....Nach zwanzig Minuten Verspätung, fürchterlichem Hunger und der Hiobsbotschaft aus dem Radio, dass auf unserem Weg ein Stau ist, kam die gute Nadine. Für ein Essen, das angemessen zu unserer Garderobe gepasst hätte, war keine Zeit mehr und so machten wir einen kleinen Abstecher zu McDonalds - dem absolut besten fünf Sterne Restaurant auf der ganzen Welt! ;-) Die Blicke der Mitspeisenden im Fast Food Restaurant kann sich, glaube ich, jeder lebhaft vorstellen. Selbst die Bedienung an der Theke, die üblicherweise eher begriffsstutzig ist, konnte den Mund nicht mehr zu kriegen. Man konnte förmlich sehen, was ihr im Kopf vorgeht: „ Warum ziehen die sich so schick an, wenn sie zum McDonalds gehen?“. Naja, man sollte jede Mahlzeit ausreichend zelebrieren, es könnte ja die Letzte sein!
Mit vollem Magen ging es dann Richtung Baden-Baden. Helena, die Überbringerin der schlechten Nachrichten, kommentiert während der Fahrt zwar noch, dass, wenn wir in einen Stau kommen würden, wir uns doch noch verspäten würden, doch irgendwer meinte es gut mit uns und wir kamen problemlos an unser Ziel - ohne Stau und ohne uns zu verfahren. Da soll noch mal ein Mann sagen, dass Frauen kein Auto fahren können! Immerhin waren wir um 19:15 Uhr am Ziel. Wir parkten im Parkhaus des Festspielhauses und gingen erwartungsvoll nach oben. Man erkannte uns sofort als Schüler (Warum!?) und die Ordner ließen uns eintreten. Das Konzert sollte um acht Uhr beginnen. Wir waren entgegen unserer Erwartung ja schon um viertel nach Sieben da. So wurde das nächste Vorurteil, dass Frauen unpünktlich sind aus der Welt geräumt! Als wir 13 Mädchen alle schon im Foyer standen, kam auch der einzige Mann unserer Gruppe: Herr Ochlich. Von dem erhielten wir unsere Karten und bemerkten, dass wir auf einem der Seitenbalkone Platz nehmen durften. Schlussendlich saßen wir auf unseren Plätzen und waren völlig überzeugt, dass dieser Platz der Beste im ganzen Saal sei. Nachdem wir die ganzen Eindrücke in uns aufgenommen hatten, entdeckten wir, dass der riesige Kronleuchter mechanisch nach oben gezogen wurde. Wir wunderten uns, warum die anderen Zuschauer zu klatschen anfingen. Es war schon großartig, wie das Riesenteil glitzerte und nach oben schwebte. Aber deshalb zu applaudieren? Doch dann stellten wir fest, dass ein Teil des Orchesters einströmte. Die Bühne füllte sich nach und nach, bis am Schluss der Dirigent eintrat und die Show anfing. Die linke Seite der Bühne war für das Orchester, der kleinere, rechte Teil für die Big Band, der hintere Teil war für den Chor reserviert. Nach einem Lied stellten Katja und ich ernüchternd fest, dass wir eine Solosängerin oder auch einen Solosänger erwartet hatten. Unser Hoffnung wurde nicht enttäuscht und ein Engel in Pink kam auf die Bühne. Die schwarze Sängerin Dee Daniels mit der typisch starken, souligen Stimme kommt aus England und hat uns völlig begeistert! Es wurden nicht nur weihnachtliche Lieder gespielt, sondern auch tolle Swing Songs. Die Mischung machte es. Anfangs noch ruhige Weihnachtslieder vom Sinfonieorchesters, wie „ Joy to the World“ - begleitet durch den Kinderchor - wurden von sehr bekannten Liedern, wie „Hit the Road Jack“, gesungen von Dee Daniels und begleitet von der Big Band, abgelöst. Es war eine gelungene Mischung aus Swing und Weihnachtsliedern. Doch vor allem Weihnachtslieder wie: I´ll be home for Christmas, Santa Claus is coming to town, O holy night und White Christmas, stimmten uns auf ein wundervolles Weihnachtsfest ein. Der Abend war einfach unbeschreiblich und als Abschied gab es für viele Besucher und auch für einige Mädchen unserer Gruppe eine Rose. Nach diesem wundervollen Abend konnten uns die Idioten, die alle auf einmal aus dem Parkhaus wollten, nicht aufregen. Sie ließen keinen , der nicht schnell genug war oder eine Bedrohung für ihr tolles Auto darstellte, ausparken. Müde und geschafft kamen wir erst nach Mitternacht zu Hause an. Doch es hat sich gelohnt!
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