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Motivationsrezept: „Setzt euch Ziele und glaubt an sie“
Der härteste Persönlichkeits- und Wertetrainer, wie er selbst sagt, war am Donnerstag, den 09. Oktober 2008 zu zwei Vorträgen an der Handelslehranstalt in Bruchsal zu Gast.
Er überzeugt Jugendliche, motiviert sie für ihre Leben: Christian Bischoff, ehemaliger Basketballspieler in der Bundesliga und jetzt freiberuflicher Basketballtrainer präsentierte mit seinem Programm „Mach den positiven Unterschied“ zwei etwas andere Unterrichtsstunden in der Aula der HLA.
Er zeigt, wie man durch Einmaligkeit und Teamfähigkeit den Weg aus dem Mittelmaß zu befriedigenden Höchstleistungen finden kann. „Wer Erfolg haben möchte, braucht meistens nicht mehr Talent. Jeder Mensch besitzt einzigartige Talente. Die entscheidenden Faktoren sind Wille, Enthusiasmus und Disziplin“, meint der Redner und führt Beispiele aus seinem eigenen Leben an. Mit 13 wollte er Fußball-, Tischtennis- und Basketballprofi zugleich werden. Nachdem er mit dieser Vorstellung „auf die Nase gefallen“ war, wurde er mit 16 Jahren der jüngste Nationalspieler in der Bundesliga und mit 25 Jahren der jüngste Bundesliga Chef-Trainer. Dabei ist es die Orientierung an den eigenen Zielen, die ausschlaggebend für den persönlichen Erfolg ist. Brav griffen 200 Schülerhände zu Block und Kugelschreiber, als er die Order ausgab: „Setzt euch Ziele, schreibt sie auf, glaubt aber auch an eure Ziele.“
Wichtig ist, so Bischoff, dass die Menschen die volle Verantwortung für sich und ihr eigenes Leben übernehmen. Dies wiederum bedeutet, dass die eigene Einstellung am wichtigsten ist. Erleichterungen auf diesem Weg können die „einfachsten Dinge“ sein. Komplimente machen oder einfach mal „Danke“ sagen, dies macht den positiven Unterschied aus. Die 200 Schüler/innen je Vortrag, die aus allen Schularten vertreten waren, bedanken sich bei ihren Sitznachbarn, ihren Lehrern und der Schulleitung. Ein für alle sehr emotionaler Moment: Außenseiter wurden beachtet, Streitereien vergessen und in manchen Ecken der Aula gab es sogar Küsschen.
Durch eine sehr bildliche Darstellung in Form einer „Lebenspyramide“ wurden den Teilnehmern die zehn wichtigsten persönlichen Lebens-Einstellungen und Gemeinschaftswerte vermittelt. So symbolisierten beispielsweise eine Wasserflasche und ein Glas die effektive Ausschöpfung von Talenten. Die richtige Reihenfolge bei der Anordnung von Kieselsteinen und Sand in einem Behälter veranschaulichte, dass man sich im Leben Prioritäten setzen sollte.
Wie der Beifall zeigt, hat Christian Bischoff seine Botschaft erfolgreich vermittelt – zumindest für eine Weile. Doch wie lange man motiviert bleibt, entscheidet letztendlich jeder für sich. Dass die Schule aber einen wesentlicher Sockel für das eigene Leben darstellt und dass man diesen Sockel „stabil halten sollte“, war im Anschluss an die Veranstaltung jedem Schüler, jeder Schülerin der Handelslehranstalt klar.
Andrea Nemeth/ Magdalena Miklosch
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