Die Handelsehranstalt Bruchsal erhält das BoriS-Qualitätssiegel – das Berufswahlsiegel der Landesstiftung Baden-Württemberg

BRUCHSAL – Mit dem Namen Boris verknüpft nicht nur die Tenniswelt Erfolg: Seit dem vergangenen Freitag auch die Handelslehranstalt. Hinter dem Namen „BoriS“ verbirgt sich das Berufswahlsiegel für berufsorientierte Schulen, mit dessen Hilfe die berufliche Orientierung verbessert, die Zusammenarbeit von Schulen mit externen Partnern ausgebaut sowie Transparenz hinsichtlich der Angebote und Aktivitäten geschaffen werden soll. Landesweit soll somit die Zusammenarbeit beim Übergang von der Schule in den Beruf gestärkt werden.

Stolz präsentiert Gerold Greil, Schulleiter der Handelslehranstalt, die blau gerahmte, quasi noch druckfrische Urkunde.
Das Berufswahlsiegel Baden-Württemberg war der Bruchsaler Schule am vergangenen Freitag im Palais Biron in Baden-Baden bei einem feierlichen Festakt verliehen worden.
Herr Greil berichtet, dass viel konzeptionelle Arbeit und jede Menge Engagement seiner Lehrerinnen und Lehrer an der HLA hinter dieser Auszeichnung der Landesstiftung Baden-Württemberg stecken. Mit dem Siegel werden nur solche Schulen ausgezeichnet, die erfolgreiche Modelle für den Übergang von der Schule in das Berufsleben in Theorie und Praxis konzipieren und umsetzten.

So ist die HLA bereits seit dem Jahr 2000 aktiv im Lernkonzept „Übungsfirma“ tätig. Dort erlernen die Schülerinnen und Schüler im fiktiven Umgang alle kaufmännischen Aktivitäten/ Abteilungen eines Handelsunternehmens kennen und arbeiten mit einer integrierten Unternehmenssoftware – Microsoft Dynamics Navison Attain.

Aber auch der interkulturelle Erfahrungsaustausch zum Thema Existenzgründung spielt im Rahmen des Comenius-Projekt zwischen den Schulen in Rumänien, Luxemburg und der HLA ein wesentlicher Anteil.

Neben der Arbeit, die schulintern geleistet wird, setzt die Handelslehranstalt auf den Ausbau von verlässlichen Lernpartnerschaften. Als Beispiel soll die Lernortkooperation mit der Select GmbH in Forst, welche im Oktober 2007 im Rahmen des Kurs 21 Programms der Industrie- und Handelskammer, gefördert aus Mitteln des Europäischen Währungs- und Sozialfonds, ratifiziert wurde, genannt werden. Im Mittelpunkt des ersten Jahres der Lernpartnerschaft stand ein dreistufiges Bewerbertraining, eine Expertenbefragung zum Thema „Außergerichtliches Mahnverfahren“ und just eine ethische Debatte zum Thema „Zeitarbeit: (Aus-)Nutzen?“, bei welcher Herr Probst, Geschäftsführer der Select GmbH, Herr Wolfgang Sonntag (Angestellter des Unternehmens) und Herr Dressler (Wolter GmbH & Co KG) den Fragen der Schülerinnen Rede und Antwort standen.

Betriebsbesichtigungen, Praktika bei diversen regionalen klein- und mittelständischen Unternehmen in den verschiedenen Schularten, Expertenbefragungen etc. runden das Angebot der HLA in Bezug auf die Berufsvorbereitung ab.
Die Aushändigung des Auditberichts durch Herrn Dr. Dirk Seifert, Leiter des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung bei der IHK Karlsruhe, gibt der Schule interessante Ansatzpunkte für zukünftige Projekte. Diese zu realisieren wird eine der Aufgaben des aktiven Kollegiums der Handelslehranstalt werden.

Andrea Nemeth






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